Jugendraum – Ein Ort, den man Zusammen baut
Ein Jugendraum, der nicht nur gebaut wird – sondern in der Gemeinschaft entsteht.
Der Jugendraum Mistelbach ist ein kleines, modulares Bauwerk mit großer Wirkung. Er basiert auf einer einfachen DIY-Logik und kann aus Materialien entstehen, die schon ein Leben hinter sich haben: alte Stadlbalken, Restbretter aus Holzlagern, gebrauchte Schaltafeln oder Polycarbonatplatten aus früheren Projekten. Statt alles neu zu kaufen, wird gesammelt, umfunktioniert und transformiert – und genau das macht das Gebäude zu einem echten Ort mit Geschichte.
Der Raum wird aus einem einzigen Basiselement entwickelt, das sich drehen, spiegeln und erweitern lässt. Wie auf Seite 9 des PDFs sichtbar, entsteht durch die radiale Anordnung der Elemente eine runde, wettergeschützte Struktur – ein kleiner Pavillon, der gleichzeitig offen, atmosphärisch und robust ist
Das Besondere:
Hier baut die Jugend mit.
Der Pavillon ist ein Gemeinschaftsprojekt, bei dem Reparieren, Schrauben, Sammeln und Improvisieren ausdrücklich erwünscht sind.
Alte, vielleicht schon vergessene Artifakte, früherer Zeit, kommen hier neu zum Einsatz.
„Hey, das sind doch die alten Schaltafeln von der Sonja!“ oder „Der Stadl vom Opa ist jetzt unser Jugendraum.“
So wird aus Architektur ein sozialer Prozess – und aus alten Materialien ein neuer Identifikationsort.
Was der Jugendraum kann
Der Pavillon ist modular gedacht und lässt sich in verschiedenen Größen (S, M, L, XL ) erweitern oder anpassen.
Er funktioniert als Treffpunkt, Eventraum, Rückzugsort, Yogashala, Open-Air-Kino, Flohmarkthalle oder Konzertlocation – ein Raum, der sich der Gemeinde anpasst statt umgekehrt.
Das Gebäude ist außerdem so konstruiert, dass es leicht zu errichten, zu reparieren und zu verändern ist. Kein Spezialwissen, kein schweres Gerät – nur Neugier und gemeinschaftliches Engagement.
Warum der Jugendraum wichtig ist
Weil er emotional nachhaltig ist:
Ein Ort wird dann geliebt, wenn man ihn selbst mitgestaltet hat.
Wenn man den Balken noch erkennt, den man eigenhändig abgeschliffen hat.
Wenn man weiß, woher jedes Stück kommt.
Das Projekt zeigt, wie Reuse + Partizipation Orte schaffen können, die lange bleiben – weil sie Menschen verbinden.



