Ein Prototyp für urbane Energie
Entwurfsstudie Fassade
Konzept & Vision Dieser Entwurf für die Firma Hörbiger in Wien definiert die Typologie der Tankstelle neu. Anstatt einer rein funktionalen Verkehrsinsel entsteht ein architektonisches Statement für die saubere Energie der Zukunft. Der „H2-Hub“ ist als futuristischer Prototyp konzipiert, der technische Infrastruktur mit urbaner Aufenthaltsqualität verbindet.
Fassade & Materialität Der Baukörper präsentiert sich als puristischer Monolith, umhüllt von einer „intelligenten“ Haut aus tiefblauen Metallpaneelen. Das prägende Designelement ist der parametrische Verlauf der Perforierung:
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Im oberen Bereich (links): Hier öffnen sich die Paneele mit großen, rechteckigen Ausstanzungen. Sie fungieren als technischer Schleier, der die komplexe Maschinerie und die Tankanlagen im Inneren nicht versteckt, sondern als schemenhafte Silhouette inszeniert. Die Technik wird zum ästhetischen Element.
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Im Fußgängerbereich (unten rechts): Der Verlauf verdichtet sich nach unten hin zu einer fast geschlossenen, opaken Fläche. Dies schafft auf Augenhöhe eine ruhige, haptische Wand, die die technische Anlage vom öffentlichen Raum abschirmt und den menschlichen Maßstab wahrt.
Branding & Identität Das Branding erfolgt subtil durch Architektur statt durch Beschilderung. Ein großformatiges „H2“-Logo ist – inspiriert von der Formensprache des Büros Morphosis – direkt aus der Metallhaut ausgestanzt. Es bricht die Strenge des Rasters auf und lässt Licht und Blicke tief in das Innere des Gebäudes fallen.
Nutzung & Atmosphäre Das Gebäude ist mehr als eine Hülle; es ist ein begehbarer Pavillon. Während die Außenhaut als Filter wirkt, lädt das Innere Besucher dazu ein, die Technologie hinter der Wasserstoffmobilität zu verstehen und zu besichtigen. Eingebettet in eine begrünte Umgebung, hebt sich der blaue Kubus von der grauen Asphaltfläche ab und wirkt besonders in der Dämmerung, wenn das Licht von innen durch die Perforierung dringt, wie eine glühende Laterne im Stadtraum.


